Wie bewahrt man Tuben auf?

Wenn Ihr gute oder schlechte Erfahrungen mit Aquarellpinseln, Aquarellpapier, Aquarellfarben oder Zubehör gemacht habt, dann teilt es der Gemeinschaft hier mit

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Norbert
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Re: Wie bewahrt man Tuben auf?

Beitrag von Norbert »

Sehr interessant.
Wo gibt's die, hab bis jetzt nix gefunden.

LG
Norbert
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Malmal
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Re: Wie bewahrt man Tuben auf?

Beitrag von Malmal »

Das ist ja eine Gelegenheit, meine "Lagerzustände" mal in ihrer zweifelhaften Unordnung zu zeigen.
Als nicht für alle zu empfehlendes Beispiel meines Systems sehe ich eine zu peinliche Ordnung und das beständige Abseifen und Grundreinigen zum Beispiel meiner Farbmischgelegenheiten inzwischen als nicht grade kreativitätsfördernd an und kann auch nicht mehr mit Sicherheit die einzelnen Farbnummern- u. bezeichnungen in meinen Malkästen nachvollziehen.

Nahezu genial finde ich übrigens meinen Aufbewahrungskoffer mit fest schließenden Klips aus Kunststoff, der irgendwann mal als Warenverpackung/Behältnis bei mir ankam. Der ist nicht nur fast luftdicht, sondern auch auf Urlauben gut zu verstauen.

Generell würde mich mal interessieren, wie Ihr in euren Malkästen die Farbnummern/Bezeichnungen unter den Näpfchen später wiedererkennt, deren Etiketten bei mir immer durch unterfließende Farben und Wasser unkenntlich geworden sind. Was gibt es außer der selbst gemalten Auflistung mit den Daten darunter an anderen Möglichkeiten?
Inzwischen male ich meißtens aus den Näpfen nach Einschätzung oder Mischfarben nach Gusto, die ich höchstens mal per Probestrich auf einem Nebenblatt prüfe.

Klaus

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Re: Wie bewahrt man Tuben auf?

Beitrag von Kerstin »

Malmal hat geschrieben: So 2. Jul 2023, 13:10Generell würde mich mal interessieren, wie Ihr in euren Malkästen die Farbnummern/Bezeichnungen unter den Näpfchen später wiedererkennt, deren Etiketten bei mir immer durch unterfließende Farben und Wasser unkenntlich geworden sind. Was gibt es außer der selbst gemalten Auflistung mit den Daten darunter an anderen Möglichkeiten?
Was stört dich an selbst erstellten Farbkarten? Ich finde die sehr praktisch. Meine sehen z.B. so aus:
farbkarten.jpg

Um das Ganze zu vereinfachen, erstelle ich sie in Excel; jede andere Spreadsheet-Anwendung tut's auch. Als erstes tippe ich Farb-Nummern, Namen und Pigment-Bezeichnungen ein, und zwar in der Reihenfolge, in der die Farben im Kasten sind. Für die Transparenz gibt's ein leeres Kästchen aus dem Wingdings-Zeichensatz, das ich später von Hand passend ausmale. Für die eigentliche Farbprobe lasse ich eine Spalte frei.

Dann geht's an die Anpassung. Im Druck-Dialog schaue ich mir an, ob und wie ich die Liste auf eine oder zwei Seiten hoch oder quer bekomme. Ränder und Skalierung kann man verändern. Wo es nicht passen will, gehe ich zurück in die Tabelle und mache die Spalten schmaler. Es dauert manchmal ein paar Minuten, bis ich alles perfekt für den Druck eingerichtete habe, aber das eigentliche Eintippen muss man nur einmal machen, und man muss sich auch nicht vorab überlegen, wie groß man seine Kästchen einrichtet. Erst einmal nur die Inhalte rein, danach wird in aller Ruhe formatiert, bis es passt.

Fürs eigentliche Drucken stelle ich im Drucker-Dialog die Papierquelle auf "manuelle Zufuhr" und lege ein Blatt Aquarellpapier an. Da 300 g nicht immer einwandfrei durch den Drucker laufen, benutze ich dafür Arches CP 185 g im Format A4. Das bedruckt mein LaserJet ohne Meutern.

Tja, und dann muss ich nur noch die Farbmuster malen und die Transparenzen ergänzen. Die findet man auf den Tuben oder den Verpackungen.
Diese A4-Blätter bewahre ich gesondert auf. Für den Farbkasten selbst kann man etwas Ähnliches entwickeln, in der Größe passend, um diese Karte in den Deckel zu legen. Manche Hersteller liefern solche Karten auch gleich in der richtigen Größe mit, aber das geht natürlich nur bei fertig konfigurierten Kästen, und es passen auch nicht alle Informationen drauf:
gallo-einleger.jpg
Dank PC finde ich das Erstellen von Farbkarten nicht weiter schwierig. Von Hand möchte ich so etwas aber wirklich nicht zeichnen und beschriften müssen.

Zahlreiche Grüße
Kerstin
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Re: Wie bewahrt man Tuben auf?

Beitrag von Hanni »

Also, ich schreibe die Farbnummer mit einem wasserfesten Stift auf den Boden und eine Seite der Näpfchen drauf, „S“ für Schminke , „WN“ für Winsor &Newton…..fertig.
Dann habe ich selbstgemachte kleine Kärtchen mit Farbmuster und Nummer, einzeln weil ich dann flexibler bin mit Farben auswechseln im Kasten. Dann lege ich mir meine Farbpaletten Kärtchen auf den Kopierer und fotokopiere diese. Wenn ich mag, schweiße ich mir diese ein, so hält sie einiges aus. Mit einer Architektenklammer halten sie fast überall….
Und die Nummern ändern sich nie so schnell, bei großen Händlern sind auch Farbkarten der verschiedenen Firmen in den Katalogen, die hefte in einem Ordner, dass ich zur Not mal schnell nachschauen kann wenn mir was unklar ist.
Ihr dürft zu meinen Bildern gerne positives, genauso wie nicht so Gelungenes ansprechen - ob fundiert oder „aus dem Bauchgefühl“ heraus. Feedback (womit ich dacor gehe) lässt mich hoffentlich beim nächsten Bild vorher nachdenken;))
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Indigo
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Re: Wie bewahrt man Tuben auf?

Beitrag von Indigo »

Inzwischen male ich meißtens aus den Näpfen nach Einschätzung oder Mischfarben nach Gusto, die ich höchstens mal per Probestrich auf einem Nebenblatt prüfe.
Ich ebenso..... :prust:
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Re: Wie bewahrt man Tuben auf?

Beitrag von RitaRuth »

Indigo hat geschrieben: So 2. Jul 2023, 16:06
Inzwischen male ich meißtens aus den Näpfen nach Einschätzung oder Mischfarben nach Gusto, die ich höchstens mal per Probestrich auf einem Nebenblatt prüfe.
Ich ebenso..... :prust:
Ich auch! :werdrot2:
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Re: Wie bewahrt man Tuben auf?

Beitrag von Malmal »

Meine Bewunderung gilt allen, die ihr Ordnungssystem so bürokratisch genau regeln und in Tabellen anlegen.
Meine Versuche in der Richtung haben mich nach zu vielen nötigen Korrekturen durch den Zukauf anderer Farben anderer Hersteller oder ausgeschiedenen Farben zu meiner Erkenntnis gebracht: take it easy, make it easy!
Nach einigen Neuerstellungen meiner zeitaufwändigen Farbtabellen ordne ich nur noch nach Sicht, obwohl ich diese Blätter vor mir an die Wand gepinnt hatte. In meinen Farbkästen ändert sich fast ständig irgend eine Näpfchenposition. Das brachte mich letztlich zu der simplen Unterscheidung, kalte und warme Farben in Etwa zu gruppieren und den Übrigen ein Sonderterritorium zu gönnen. Zu oft fülle ich auch aus Tuben anderer Hersteller in geleerte Näpfchen, die dann vorher ganz anders dokumentiert waren.

Insofern erscheint mir teilweise die Vorgehensweise von Hanni am nächsten zu sein. Zumindest die bleibende Kennung mit dem wasserfesten Stift auf den Näpfchen, soweit es keine Halben sind. (Und wenn man es wirklich so genau wissen will.) Der größte Nachteil hierbei ist, dass man die Übersicht über die Lichtechtheitswerte verliert und granulierende Farben immer mal wieder testen muss, wenn man sie sich nicht gemerkt hat.

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Re: Wie bewahrt man Tuben auf?

Beitrag von rubyblue »

Man outet sich und schon stößt man auf weitere Deckeldosenfans, Susanne und Norbert? Das freut mich natürlich :). Ich stelle euch mal den Link rein und hoffe, das ist erlaubt (sonst einfach ein grimmiges Schnauben ertönen lassen und ich hol ihn wieder raus):
https://blechdosenkaufen.de/search?sSea ... eckeldosen

Malmal hat geschrieben: So 2. Jul 2023, 13:10 ...Was gibt es außer der selbst gemalten Auflistung mit den Daten darunter an anderen Möglichkeiten?...
Neben der von Hanni schon genannten wasserfesten Beschriftung der Näpfe, dem fleißigen Malen von Swatchcards, Listen und/oder Einzelfarbenkarteikarten und den Probierstrichen auf beliebigen Untergründen wahrscheinlich nur ein ausgeprägtes Elefantengedächtnis (bei mir leider nicht dabei, als ich geliefert wurde). Vielleicht ist es für Anfänger:innen an der Stelle auch einfach leichter: die kommen fluchend an irgendeiner Stelle nicht weiter und zum Runterdampfen werden dann Organisationsdinge gemacht. Da kann ganz schön was zusammenkommen, sag ich
dir. :augenbrauenheben:
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Liebe Grüße
Ruby
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Re: Wie bewahrt man Tuben auf?

Beitrag von Kerstin »

Eigentlich bin ich ein unordentliches Schlamperle, jedoch in manchen Aspekten beinahe pedantisch.
Ist sicherlich Ansichtssache, aber mit meinen Farbkarten fühle ich mich sicherer.

Zur Blechdosenfraktion gehöre ich allerdings nicht. In einer Dose wühlen zu müssen, um eine bestimmte Tube zu finden, wäre so gar nicht mein Ding.

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Re: Wie bewahrt man Tuben auf?

Beitrag von Hanni »

Hier kommt ein kleiner Nachtrag von mir….aus dem Grund, da ich am nächsten Ast säge….
Ich fahre morgen mal wieder nach Eppan um Do/Fr an einem Kurs bei Jens Hübner teilzunehmen…und jeder Dozent hat ja so seine Lieblingsfarben mit Empfehlung zum Kurs…hier sehe ich bei meinem System den Vorteil flexibel meine Kästen zu bestücken…
Kasten bestückt, Farbkarten kopiert und mit durchsichtigem Klebeband gegen Feuchtigkeit gesichert, fertig zum mitnehmen….neuer Kurs-neue Farbkarte.
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Kerstin (Mo 3. Jul 2023, 09:04) • Norbert (Mo 3. Jul 2023, 11:18) • RitaRuth (Mo 3. Jul 2023, 16:07)
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Servus, Hanni :huhu2:

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