Easy-Aquarell: Der Aquarell-Malkurs
 
 
 

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Lavieren

Stell Dir eine Farbe-Wasser-Mischung einer beliebigen Farbe her. Mit einem breiten Flachpinsel nimmst Du Farbe auf und streichst den Pinsel horizontal über die obere Hälfte des Papiers. Halte dabei den Block in einem Winkel von etwa 30 Grad. Hat der Pinsel noch Farbe in den Haaren, zieh eine weitere breite Linie direkt unter der ersten und nimm dabei die nach unten fließende Farbspur aus der ersten Linie auf. Die Flächen sollen sich also berühren, es sollte also keine weiße Linie dazwischen entstehen. Dann wäschst Du den Pinsel kurz aus und ziehst eine weitere breite Linie unter der zweiten, aber achte darauf, dass Du wieder etwas in die obere farbige Fläche mit dem Pinsel „hineingreifst“, damit in der entstehenden Fläche auch Farbe vorhanden ist. Dann wieder Wasser aufnehmen und weiter so verfahren, bis das Papier nur noch weiß ist.

Lavieren

Diesen Vorgang nennt man Lavieren, das bedeutet, dass man eine abgestufte oder gleichmäßig gefärbte Fläche herstellt, wobei die Farbe beim ganzen Prozess nass sein muss. Man erhält dadurch eine nahtlose abgestufte farbige Fläche von dunkel nach hell. Diese Technik wird häufig für das Anlegen vom Himmel verwendet. Schaue Dir an einem klaren Tag den Himmel an. Du wirst bemerken, dass der Himmel oben kräftiger gefärbt ist und in Richtung Horizont immer heller wird. Bei einem Abendrothimmel geht das Spektrum von oben Dunkelblau über Helltürkis nach Orange, Rot und Violett.

Mach diese Übung noch einmal – aber diesmal feuchtest Du das Papier vorher komplett mit einem Schwamm an.

Geh auch niemals mit einem Pinsel in eine nasse Lavur, sofern diese rein bleiben soll. Es können ansonsten unschöne (wenn ungewollt) Blumenkohleffekte entstehen. Die Lavur sollte auch flach liegend fertig trocknen.

 

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