Ist nicht schwer, tomte. Bloß eine Frage der Methode. Ich hab's unten unter Technik ganz kurz beschrieben. Man fängt nass-in-nass an und gießt am besten die Farbe wild auf das Papier, ein Vermalen im Sinne von Fehler begehen, ist unmöglich. Man sollte vielleicht nur eine durchschimmernde Zeichnung gemacht haben, damit man weiß, wo man sich gerade im Bild befindet und nur helle Farben benutzen. Man kann dann sogar wild weiter arbeiten, ohne sich groß zu kümmern. Etwas aufpassen und konzentrieren muss man sich beim letzten Schritt. Der legt mit den dunkelsten Farben die Konturen fest, die ins Auge springen. Wenn die Farben darunter völlig daneben gegangen sind, tut das dem Aquarell gut, weil es locker daherkommt. Leute wie Bernhard Vogel "verhauen" absichtlich ihre ersten Schichten, weil die Endergebnisse dann viel interessanter werden.
Übrigens würden jetzt einige Aquarellisten in den dunklen Bereichen meines letzten Schrittes mit hellen Wasserdeckfarben weiterarbeiten und die Darstellung so immer plastischer werden lassen.
