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aquarius
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Betreff des Beitrags: Mein Bericht über das Kurs-Wochenende bei Uli Hoiss Verfasst: Sa 22. Okt 2011, 17:56 |
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Den nachfolgenden Bericht habe ich aus Bequemlichkeitsgründen genau so aus dem Aquarellforum übernommen, denn dort habe ich ihn gestern ausführlich geschrieben und es würde einfach zu lange dauern, wenn ich hier alles nochmal neu schreiben müsste. Deshalb hoffe ich, dass mir Zerlina und Andrea nicht böse sind, wenn ich den ganzen Bericht hier reinkopiere. Hallo an alle Interessierten,
heute finde ich endlich Zeit, um euch meinen Bericht über den Wochenendkurs bei Uli Hoiss in Kochel am See zu schreiben und ein wenig zu erzählen, wie es mir dort ergangen ist.
Anreisetag war Freitag, 14.10. und ich habe in diesem imposanten Haus ein Zimmerchen bewohnt:

Am Nachmittag hatte ich mich mit Maggy verabredet, die nur wenige Kilometer weiter in Peißenberg wohnt und wir hatten ein nettes und angeregtes Gespräch bei Kaffee und Kuchen, bei dem ich auch Maggys niedliche Hundedame in Natura kennen gelernt hatte. Ich kann nun sagen, Frauchen und Hund sind gleichermaßen nett! An dieser Stelle nochmals ganz liebe Grüße an dich, liebe Maggy!
Samstag Morgen um 10.oo h trafen sich dann die Kursteilnehmer und ein gut aufgelegter Kursleiter auf einem Parkplatz am Kochelsee. Leider war es noch sehr neblig und deshalb konnten wir nicht im Freien malen. Uli hat für diesen Fall einen Raum in einem Hotel zur Nutzung bereit, in dem wir dann unser erstes gemeinsames Bild gemalt hatten.
Nachdem uns Uli ein wenig über sich selbst erzählt hat und einer theoretischen Einführung in das Foto, das er uns zur Aufgabe gestellt hat (es wurde mit Projektor an die Wand geworfen und von dort freihand abgemalt), hat er demonstriert, wie er eine Skizze auf seinen Block malt. Er benutzt einen Minenbleistift (weich) und zeichnet mit einem durchgehenden Strich die Umrisse der Formen des Motives. Dabei setzt er die Spitze des Stiftes fast nie an einer anderen Stelle an, sondern zeichnet wirklich in einem Strich das ganze Motiv. Das hat mir gut gefallen und ich habe das in ähnlicher Weise auch bei einer Demonstration von Eckehardt Funck gesehen. Dann waren wir mit unserer Vorzeichnung dran und ich habe mich bemüht, so wenig wie möglich und so viel wie nötig vorzuzeichnen. Radiergummis waren verbannt. Jeder falsche Strich musste stehen bleiben.
Dann kam die farbliche Umsetzung. Uli benützt eine einfache, flache, ovale Kunststoffpalette, in deren Mulden er Tubenfarbe drückt und antrocknen lässt. Er benützt im Regelfall nur 12 Farben insgesamt, für ein Bild nicht mehr als 5 oder 6 verschiedene Farben. Auch seine Flachpinsel sind einfache Synthetikpinsel von DaVinci. Die tunkt er ins Wasser, "schlenzt" sie aus, damit nicht zu viel Wasser darin gespeichert wird und führt den Pinsel über die Farbe auf seiner Palette, die er benützen möchte. Dann setzt er die Farbe auf's Papier, wäscht den Pinsel sofort aus und holt sich ebenso die nächste Farbe, die e direkt an oder in die zuerst gesetzte Farbe setzt. Er mischt seine Farben also auf dem Papier. Weil er nur transparente oder halbtransparente Farben benützt, wirken seine Aquarelle sehr leicht und duftig, dennoch sehr farbintensiv.
Hier ein Foto seiner Skizze:

So mischt er die Farbe auf dem Papier:

Das fertige Aquarell von Uli:

Und das ist bei meinen Bemühungen zustande gekommen:

Ich sehe gerade, dass die Farben auf dem Monitor nicht so strahlend gezeigt werden, wie es meinem Original entspricht. Werde ich bei Gelegenheit nochmals fotografieren.
Dann gingen wir zum Mittagessen und nachmittags trafen wir uns wieder am See, denn inzwischen war der Nebel verschwunden, die Sonne strahlte und es war klar und kalt.
Nun malten wir eine urige Hütte mit ordentlich gestapeltem Holz vor der Tür. Wieder zeichnete und malte Uli vor und wir versuchten, ihm nachzueifern. Alle Teilnehmer waren ungefähr auf gleichem Leistungslevel und deshalb waren eigentlich die fertigen Bilder ziemlich ähnlich.
Hier wieder Ulis Bilder und darunter dann mein eigenes:



Gegen 17.oo h waren dann alle Bilder fertig und sie wurden zusammen in einer Besprechung analysiert und gezeigt, wo es noch hapert oder was man besonders gut gemacht hat.
Bildbesprechung:

Wie ihr seht, haben wir schon sehr gebibbert, als die Sonne weg war. Da waren es grade noch 4 oder 5 Grad und wir waren froh, als wir wieder in eine warme Stube kamen.
Am nächsten Morgen trafen wir uns wieder im Dorf und fuhren im Konvoi zum ca. 10 km entfernt liegenden Walchensee, den wir über einen wunderbaren Pass erreichten und dort oben strahlte die Sonne schon morgens und der Nebel lag wunderschön unter uns.
Für diesen Tag suchte uns Uli ein wunderschönes Seemotiv mit Bergen, Häusern und Wasser aus. Es war ein herrlicher Morgen und wir gingen voller Tatendrang ans Werk. Der Ablauf war wie am Vortag: Uli zeichnete und malte vor ... wir versuchten unser Bestes danach /un/ .
Was mir sehr gut gefallen hat war, dass Uli nie in die Bilder der Teilnehmer hineingemalt hat. Er gab, wenn es gewünscht war, Anweisungen, Tipps und Ratschläge und zeigte, wo man evtl. etwas verbessern könnte usw.
Hier wieder die Ergebnisse (leider konnte ich die Skizze von Uli nicht in meinen Fotos finden; habe sie wohl vergessen zu fotografieren):


Das ist mein liebstes Bild von diesem Kurs, das mir, wie ich glaube, ganz gut gelungen ist.
Mittags wieder Essen im Restaurant. Verabredet haben wir uns um 14.3o h zum nächsten Motiv aufsuchen, aber es wurde dann fast 15.oo h, bis wir wieder ausgepackt hatten und mit dem letzten Bild dieses Workshops, einem Bootshaus am Walchensee, das wunderschön idyllisch gelegen ist, anfangen konnten. Mich hat dann ehrlich gesagt die Konzentration verlassen und mir ist das letzte Bild überhaupt nicht mehr gelungen. Ich habe es auch nicht aufgehoben, denn ich möchte es nach dem von mir vor Ort angefertigten Foto nochmals zuhause versuchen. Ich zeige euch nur noch das Vorlagenfoto und die Version von Uli.


Und hier nochmals Uli in Aktion:

Fazit:
Der Kurs hat mir sehr gut gefallen. Die nette und ruhige Art von Uli hat das entspannte und freundliche Klima unter den Teilnehmern unterstützt und wir haben uns alle sehr wohl gefühlt und gut verstanden.
Ulis Können und seine Malerei mit leichter Hand, ein schnelles, transparentes und farbenfrohes Aquarell in kürzester Zeit und mit so wenig Aufwand auf's Papier zu bringen, haben mir sehr imponiert und es hat mich sehr beeindruckt, wie wenig Zeit und Material aufgewendet werden muss, um ein gutes Outdoor-Aquarell zu malen.
Ich hoffe, ich konnte euch durch meinen Bericht die wichtigen Dinge dieses Workshops ein wenig übermitteln und es ist euch beim Lesen und Schauen nicht langweilig geworden. Ich kann jedem, der malt, so einen Freilandkurs empfehlen, denn es ist etwas ganz anderes, im stillen Kämmerlein von einem Foto abzumalen, als draußen im Sonnenlicht die Eindrücke auf sich wirken zu lassen und in seinem Bild auszudrücken.
_________________ Liebe Grüße von aquarius
http://farbeundpinsel.npage.de/
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poppy
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Betreff des Beitrags: Re: Mein Bericht über das Kurs-Wochenende bei Uli Hoiss Verfasst: Sa 22. Okt 2011, 21:26 |
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danke das war ein echt toller bericht, der macht wirklich lust selbst einen kurs dort zu machen. aber ehrlich, ich persönlich finde deine bilder im gegensatz zu ulli´s bilder, wesentlich schöner! die sind viel freundlicher und "erkennbarer".
aber das ist nur meine bescheidene meinung.
poppy
_________________ poppy
"das Leben ist JETZT, nicht GESTERN, nicht MORGEN, sondern JETZT, HIER und HEUTE. also lebe es auch JETZT, bevor es vorbei ist."
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ulistol
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Betreff des Beitrags: Re: Mein Bericht über das Kurs-Wochenende bei Uli Hoiss Verfasst: So 23. Okt 2011, 08:58 |
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Die vorigen Kommentare kann ich, so wie sie sind, unterschreiben! Vielen Dank für den super ausführlichen und bebilderten Bericht.  Wenn ich bei "thank post" mehrere male anklicken dürfte, würde ich es glatt tun.
_________________ Viele Grüße von Uli
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Midge
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Betreff des Beitrags: Re: Mein Bericht über das Kurs-Wochenende bei Uli Hoiss Verfasst: So 23. Okt 2011, 11:20 |
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Ein dickes Dankeschön an Aquarius für diesen ausführlichen Bericht von dem Malkurs bei Uli Hoiss! Das Wochenende scheint sich wirklich gelohnt zu haben und Deine Bilder, die dabei entstanden sind, können sich alle sehen lassen. Interessant fand ich die Beschreibung der Skizziertechnik, die Uli Hoiss anwendet. Das habe ich so auch noch nicht gesehen und stelle es mir ziemlich schwierig vor, ein Motiv mit nur einem Strich zu skizzieren, ohne den Bleistift abzusetzen (und vor allem ohne zu radieren!). Aber es scheint zu funktionieren und die Ergebnisse sprechen für sich. Danke fürs Berichten, Aquarius!
_________________ Viele liebe Grüße Midge
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aquarius
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Betreff des Beitrags: Re: Mein Bericht über das Kurs-Wochenende bei Uli Hoiss Verfasst: So 23. Okt 2011, 14:09 |
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Dankeschön für die netten Worte. Ich freue mich sehr, dass euch mein Bericht gefallen hat und dass ihr auch noch ein klein wenig davon profitieren könnt. Ja ultramarin, das stimmt, bei Charles Reid habe ich diese Art zu skizzieren auch schon gesehen. Ich habe mal eine CD von ihm ausgeborgt bekommen (konnte sie leider nicht für mich brennen ... blöder Copierschutz  ) und wenn die nicht so sündhaft teuer wären, würde ich mir die auch kaufen.
_________________ Liebe Grüße von aquarius
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jelenchen
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Betreff des Beitrags: Re: Mein Bericht über das Kurs-Wochenende bei Uli Hoiss Verfasst: Mi 26. Okt 2011, 08:32 |
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Vielen Dank für diesen anschaulichen Bericht. Deine genauen Beschreibungen vermitteln einen tollen Eindruck von diesem Kurs und dem was ihr da gelernt habt. Glückwunsch zu deinen tollen Bildern!
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aquarius
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Betreff des Beitrags: Re: Mein Bericht über das Kurs-Wochenende bei Uli Hoiss Verfasst: So 30. Okt 2011, 08:53 |
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ulistol
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Betreff des Beitrags: Re: Mein Bericht über das Kurs-Wochenende bei Uli Hoiss Verfasst: So 30. Okt 2011, 09:03 |
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aquarius hat geschrieben: ... bei Charles Reid habe ich diese Art zu skizzieren auch schon gesehen. ...und nicht ganz so konsequent aber ansatzweise bei Eckard Funck in "Richtig sehen & locker skizzieren".
_________________ Viele Grüße von Uli
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